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Biotechnologie Studium

Biotechnologie Studium

Top fünf Biotechnologie-Unternehmen in Deutschland nach Mitarbeitern weltweit im Jahr 2013
Top fünf Biotechnologie-Unternehmen in Deutschland nach Mitarbeitern weltweit im Jahr 2013

Die Biotechnologie (selten auch Biotech genannt) beschäftigt sich mit dem Nutzen von Enzymen, einzelnen Zellen und ganzen Organismen in technischen Anwendungen. Ziel der Biotechnologie ist die Entwicklung neuer, effizienterer Herstellungsverfahren von chemischen Verbindungen, die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden und Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln und Medikamenten.

Die Biotechnologie ist eine Wissenschaft, die sich unterschiedliche Denkweisen, Methoden und Ansätze aus anderen Fachrichtungen zunutze macht. In der Biotechnologie werden Kenntnisse und Erfahrungen aus vielen Bereichen zusammengefasst, darunter aus der Mikrobiologie, Biochemie, Chemie, Biologie, Bioinformatik, Genetik und Verfahrenstechnik. Dieses interessante Aufgabengebiet ruft viele Studieninteressierte hervor, die sich in diesem Bereich weiterbilden möchten.

Biotechnologie Studium

Inhalt der Studiengänge

Zu Beginn des Studiums stehen in erster Linie die Grundlagen der Fächer Mathematik, Physik, Chemie, Verfahrenstechnik und Genetik auf dem Studienplan. Hinzu kommen die Grundlagen aus den Bereichen Mikrobiologie und Biochemie. Die Inhalte der Teilgebiete können sich aus Anlagentechnik, technischer Biochemie, Zellkulturtechnik, Reaktortechnik oder Molekulargenetik zusammensetzen. Zusätzlich kommen wirtschaftlich ausgerichtete Inhalte aus den Bereichen Management, Recht und BWL hinzu. Mit fortlaufendem Studium unterscheiden sich die Inhalte je nach Hochschule und Universität und gewähltem Fachgebiet teilweise sehr stark. Dabei gibt es Universitäten, die den Schwerpunkt eher auf die wirtschaftliche Ausrichtung legen und andere, die die technische Ausbildung stärker fokussieren.

Zum Inhalt des Studiengangs gehören auch praktische Erfahrungen, die in Praxissemestern oder in den eigenen Laboren der Hochschule oder Universität gesammelt werden können – ein großer Vorteil gegenüber den klassischen Hochschulstudien, die nur aus der Theorie bestehen. Dadurch ist für Absolventinnen und Absolventen der Biotechnologie nach dem Studium der Sprung in die Berufswelt nicht mehr so groß, da sie bereits praxisrelevante Erfahrung sammeln konnten.

Welche Studiengänge und Fächer gibt es im Fachbereich Biotechnologie?

Das Studium zur Biotechnologie bietet sich als Bachelor Studiengang und darauffolgenden Master an.

Bachelor Studiengänge

Bachelor-Studiengänge der Biotechnologie werden mit dem Abschluss Bachelor of Science beendet. Von den Studenten und Studentinnen eines solchen Studiengangs werden festgelegte Bereiche der nicht-biologischen Naturwissenschaften, der Verfahrenstechnik sowie der Biowissenschaften absolviert. Hinzu kommen Grundlagen in den Bereichen:

  • Molekulare Zellbiologie
  • Biotechnologie
  • Mikrobiologie
  • Bioinformatik
  • Genetik/Genetik der Mikroorganismen
  • Biochemie
  • Technische Biochemie
  • Immunchemie
  • Umwelttechnik

Anschließend wird Studierenden die Möglichkeit eröffnet, aus verpflichtenden Bereichen einzelne Fächer zu wählen. Hierbei gibt es die Schwerpunkte der modernen Biotechnologie mit einer Vertiefung in angewandter Zellbiologie, angewandter Molekularbiologie oder Bioprozesstechnik. Zu den einzelnen Fachbereichen kommen praktische Veranstaltungen und Praktika, die das Studium gekonnt abrunden und auf das spätere Berufsleben vorbereiten.

Master Studiengänge

Ein Masterstudiengang kann von Studierenden nur belegt werden, wenn ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Fachbereich Biotechnologie oder einem artverwandten Studienbereich absolviert wurde. Die Abschlussbezeichnung für diesen Studiengang lautet Master of Science.

Ein Master Studiengang der Biotechnologie erlaubt es den Studenten und Studentinnen, auf der Basis der Schlüsselqualifikationen des Bachelorstudiums in einem Schwerpunkt eine Vertiefung der Grundlagen anzustreben. Studierende können die Vertiefungen der Schlüsselqualifikationen in vier Bereichen erwerben:

  • Weiße Biotechnologie
  • Grüne Biotechnologie
  • Rote Biotechnologie
  • Verfahrenstechnik

Weitere Schlüsselqualifikationen können entsprechend der Universität oder der Fachhochschule gewählt werden. Die Bedeutung der einzelnen Vertiefungen möchten wir im Folgenden kurz vorstellen.

Was bedeutet weiße, rote und grüne Biotechnologie?

Biotechnologische Verfahren finden in vielen Bereichen ihre Anwendung und werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Unterschieden werden die weiße Biotechnologie, die rote und die grüne Biotechnologie. Die Unterscheidung basiert auf den jeweiligen Zielsetzungen bzw. konkreten Einsatzgebieten der Verfahren.

Rote Biotechnologie - medizinische Biotechnologie

Die rote Biotechnologie umfasst die Bereiche der medizinischen Biotechnologie, sie findet hauptsächlich in medizinischen Bereichen Anwendung. Die Methoden der roten Biotechnologie unterscheiden sich nach ihrer Zielsetzungen, die aus folgenden Säulen besteht:

  • Heilung von Krankheiten
  • Entwicklung neuer Medikamente
  • Herstellung neuer Diagnoseverfahren

Die Herstellung neuer Diagnoseverfahren bezieht sich auf die Nachweise von Erbkrankheiten, Populationsgenetik und ähnliche Bereiche. Die Farbe Rot steht in diesem Fall für die Farbe des Blutes und ist daher Namensgeber für die rote Biotechnologie.

Weiße Biotechnologie – industrielle Biotechnologie

Die weiße Biotechnologie setzt sich mit biotechnologischen Methoden für industrielle Produktionsverfahren auseinander und überträgt biologische sowie biochemische Kenntnisse in technische Anwendungen. Laut Definition geschieht dies hauptsächlich im industriellen Bereich. Die Anwendungsbereiche der weißen Biotechnologie sind vielseitig:

  • Substitution fossiler Energieträger
  • Nahrungsmittelzusätze
  • Textilindustrie
  • Herstellung von Enzymen
  • Biokunststoffe

In der industriellen Biotechnologie wird davon ausgegangen, dass durch die Nutzung von Mikroorganismen und deren Veränderung viele Industrieprozesse kostengünstiger und ökologischer gestaltete werden können.

Grüne Biotechnologie - landwirtschaftliche Biotechnologie

Die grüne Biotechnologie befasst sich mit dem Bereich der Pflanzen. Auch hier wurde symbolisch gearbeitet und die Farbe der Pflanzen für die Nomenklatur übernommen. Dieser Bereich der Biotechnologie nutzt die modernen Methoden der Biochemie, Systembiologie, Mikrobiologie, Molekularbiologie und Verfahrenstechnik. Damit sollen Nutzpflanzen verbessert und pflanzliche Inhaltsstoffe oder Fasern für neue Anwendungsbereiche erzielt werden.

Neben diesen drei Hauptbereichen gibt es noch drei weitere Themenfelder der Biotechnologie. Die braune Biotechnologie (Umwelt-Biotechnologie), die graue Biotechnologie (Bereich der Abfallwirtschaft) und die blaue Biotechnologie (biotechnologische Nutzung von Meeresressourcen).

Tätigkeitsschwerpunkte dedizierter Biotechnologie-Unternehmen in Deutschland im Jahr 2010

Tätigkeitsfeld Anteil in Prozent
Gesundheit/Medizin (inkl. Veterenärmedizin) 46,5
Nicht-spezifische Dienstleistungen 34,7
Industrielle Biotechnologie 10,4
Agrobiotechnologie 4,5
Bioinformatik 3,9

Für wen ist ein Biotechnologie Studium geeignet?

Für ein Biotechnologie Studium sollte grundsätzlich die Begeisterung an der Naturwissenschaft vorhanden sein. Das Studium der Biotechnologie eignet sich besonders für Studenten und Studentinnen, die sich für Lebewesen, Pflanzen und die Natur interessieren und wissen wollen, wie diese funktionieren und was deren Nutzen sein kann.

Wichtig sind Grundlagen in chemischen und physikalischen Bereichen, da das Studium darauf aufbaut. Hinzu kommen Kenntnisse in der Sprache Englisch. Die formelle Voraussetzung besteht in der Vorlage eines allgemeinen Hochschulzugangs (Abitur) oder der Fachhochschulreife oder je nach Bundesland auch der Nachweis einer Ausbildung in diesem Fachbereich.

Wie lange dauert ein Studium der Biotechnologie?

Die Biotechnologie zählt mit zu den forschungsreichsten Studiengebieten, was sich aber nicht unbedingt auf die Dauer des Studiums auswirkt. Der Bachelor-Studiengang umfasst in der Regel sechs Semester bzw. drei Jahre. In diesen drei Jahren bekommen Studenten und Studentinnen die wichtigsten Kenntnisse für den Bereich übermittelt. Der Arbeitsaufwand ist dabei als eher hoch zu bezeichnen, da in einer vergleichsweise kurzen Zeit sehr viele Inhalte vermittelt und geprüft werden.

Studierende, die sich für den Master Studiengang im Anschluss entschließen, müssen zusätzlich zwei Jahre einrechnen. Darüber hinaus können Studierende, die sich weitere Karrierechancen erschließen möchten, anschließend eine Doktorarbeit (Promotion) absolvieren. Diese kann erneut zwei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen.

Die Studiendauer ist selbstverständlich abhängig von der eigenen Leistungsfähigkeit und der Anzahl der Prüfungen, die pro Semester belegt werden. So kann es durchaus möglich sein, dass manche bereits nach vier Jahren den Master Abschluss in den Händen halten. Aber auch der umkehrte Fall ist möglich. So studieren viele bereits acht Semester für den Bachelor und sind somit ebenfalls bei den angesprochenen vier Jahren, ohne mit dem Master Studium überhaupt begonnen zu haben. Die Bandbreite an Studiendauern ist so vielfältig, wie es die Situationen der Studierenden sind.

Wieviel kostet ein Biotechnologie –Studium?

Die Kosten für ein Studium in diesem Bereich können sich sehr unterschiedlich gestalten, denn die Kosten für ein Studium variieren je nach Höhe der Zimmermiete, Fahrtkosten, Lehrmaterial und Studienbeiträgen sehr stark. Sie sind in erster Linie abhängig vom Standort der Hochschule und ihrer Rechtsform. Private Hochschulen erheben monatliche Gebühren, da sie den Lehrbetrieb in der Regel über die Beiträge der Studierenden finanzieren. Öffentliche Hochschulen sind nicht „kundenfinanziert“ und erheben daher keine Gebühren (mehr). Seit dem Wintersemester 2014/2015 müssen Studierende in keinem Bundesland mehr Studiengebühren zahlen, dafür fallen jedoch monatlich oder semesterweise Sozialbeiträge an.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Um ein Studium zu finanzieren lassen sich unterschiedliche Finanzierungsformen in Betracht ziehen. Diese unterscheiden sich sehr stark.

Überblick über die Finanzierungsformen:

  • Kindergeld
  • BAföG
  • Unterstützung der Eltern
  • Stipendien
  • Bildungskredit
  • Überbrückungsdarlehen
  • Wohnkostenzuschuss
  • Wohngeld für Studierende ohne Bafög Anspruch

Kindergeld

Für Studierende, die noch keine 25 Jahre alt sind, haben ihre Eltern die Möglichkeit, Kindergeld zu beantragen. Kindergeld wird monatlich als Zuschuss gezahlt. Der Betrag liegt seit 2010 je Kind zwischen 184 und 215 Euro und muss nicht zurückbezahlt werden. Das Kindergeld ist jedoch abhängig vom Einkommen des Kindes.

BAföG

BAföG stellt eine weitere Möglichkeit dar, das Studium zu finanzieren. Bei dieser Finanzierungsart spielt bei einer Erstausbildung das Einkommen der Eltern eine Rolle. Ist das nicht ausreichend, um den Lebensunterhalt der oder des Studierenden zu bezahlen, kann BAföG zugesprochen werden. Der Höchstsatz der Förderung liegt seit Oktober 2010 bei 670 Euro pro Monat, sofern der Wohnsitz während des Studiums nicht bei den Eltern liegt. Ansonsten gibt es maximal 495 Euro.

Wird das Studium während der Regelzeit abgeschlossen, kann die Bafög Unterstützung während der gesamten Studienzeit bezogen werden. Die BAföG Förderung wird zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als unverzinsliches Staatsdarlehen geleistet. Die Hälfte des Geldes muss von den Studierenden nach Abschluss des Studiums zurückgezahlt werden. Liegt das Alter des oder der Studierenden bei Beginn des Studiums über 30 Jahre (beim Masterstudium liegt die Grenze bei 35 Jahren), kann nur dann mit BAföG gerechnet werden, wenn besondere Voraussetzungen erfüllt werden. Diese finden sich auf der Webseite der BAföG-Stelle.

Unterstützung der Eltern

Grundsätzlich sind Eltern den Kindern bei einem Studium unterhaltspflichtig. Im Gegenzug wird von den Kindern erwartet, dass sie die Eltern nicht länger als unbedingt nötig finanziell belasten. Die Unterhaltspflicht geht dem Anspruch auf Ausbildungsförderung (BAföG) immer vor. Das Einkommen der Eltern wird daraufhin auf das Bafög angerechnet. Liegt das Einkommen eines Elternteils unter 1.200 Euro, muss dieser im Regelfall keinen Unterhalt leisten. Die Unterstützung der Eltern ist neben BAföG die gängigste Variante der Studienfinanzierung.

Stipendium

Anbieter für ein Stipendium können unteranderem Stiftungen sein, aber auch parteinahe oder soziale Organisationen oder der Bund in Kombination mit Unternehmen der freien Wirtschaft vergeben Stipendien an Studenten und Studentinnen. Studierende, die sich für diese Art der Studienfinanzierung interessieren, sollten auf jeden Fall nachforschen, wo es für das Studienfach Biotechnologie Stipendien gibt. Diese sind oftmals an die bisherigen Studienleistungen bzw. die Abiturnote gekoppelt.

Bildungskredit

Das BAföG ist oftmals nicht ausreichend, um dem Studierenden den Lebensunterhalt zu finanzieren. Als Ergänzung zum BAföG wird daher vom Bund ein verzinstes Darlehen angeboten: der Bildungskredit. Studierende, die den Bachelor-Studiengang belegen, haben die Möglichkeit, den Bildungskredit ab dem 3. Semester zu beantragen, alle anderen Studiengänge ab dem 5. Semester. Der Bildungskredit beträgt zwischen 100 und 300 Euro im Monat und wird maximal 24 Monate lang gezahlt. Die Höhe des Einkommens der Eltern oder andere Finanzierungsmöglichkeiten spielen bei der Beantragung keine Rolle. Jedoch sollte bedacht werden, dass der Kredit nach dem Studium komplett, inklusive Zinsen, zurückbezahlt werden muss.

Überbrückungskredit

Diese Finanzierungsmöglichkeit steht Studenten und Studentinnen meist zum Ende des Studiums zur Verfügung. Studentische Darlehenskassen und entsprechende Einrichtungen der Studentenwerke bieten unter Berücksichtigung unterschiedlichster Konditionen ein zinsgünstiges oder gar zinsloses Darlehen. Die Bedingungen sind unterschiedlich und es kann dazu kommen, dass Bürgen für den Kredit gefordert werden. Diese sind in der Regel die Eltern oder bereits arbeitende Geschwister.

Wohnkostenzuschuss

Der Wohnkostenzuschuss ist nur möglich, wenn BAföG als Finanzierung zugrunde liegt und der Wohnsitz bei den Eltern liegt.  Der Wohnkostenzuschuss ist eine Sozialleistung nach dem Sozialgesetzbuch II. Damit sollen ungedeckten Kosten für Unterkünfte und Heizung finanziert werden.  Studierende von Hochschulen können nur dann auf den Wohnkostenzuschuss hoffen, wenn der Wohnsitz bei den Eltern liegt und entweder BAföG bezogen wird oder Einkommens- und/oder vermögensbedingt kein BAföG gezahlt wird.

Wohngeld

Wohngeld ist ein Zuschuss vom Staat zur Miete. Wohngeld kann nur dann beantragt werden, wenn der Student oder die Studentin in einer eigenen Wohnung oder WG wohnt und das BAföG nur als Bankdarlehen ausgezahlt wird oder kein Bafög Anspruch vorliegt.

Das duale Studium als Finanzierungsmöglichkeit

Während eines dualen Studiums im Bereich Biotechnologie sind die Studierenden in Hochschulen und in Unternehmen tätig.  Die Hochschule vermittelt die theoretischen Kenntnisse und die Unternehmen übernehmen die Praxisphasen.

Studenten und Studentinnen haben mit einem dualen Studium die Möglichkeit, neben dem Studium eine Vergütung zu bekommen, mit der sich das Studium und der Lebensunterhalt finanzieren lassen. Die Vergütung und der hohe Praxisanteil sind die großen Vorteile des dualen Studiums.

Damit Studenten und Studentinnen zum dualen Studium zugelassen werden, ist mindestens ein Fachabitur notwendig. Nach dem dualen Studium haben Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, noch weitere 4 Semester in einen Mastertitel zu investieren oder gleich in den Beruf einzusteigen. Die Vergütung im dualen Studium ist sehr unterschiedlich, in der Regel handelt es sich um folgende Beträge:

  • 1. Ausbildungsjahr: 600–1000 Euro
  • 2. Ausbildungsjahr: 700–1200 Euro
  • 3. Ausbildungsjahr: 800-1400 Euro

Das Gehalt während des Studiums orientiert sich an einer vergleichbaren Ausbildung, wie der des/der biologisch-technischen Assistenten/-in oder Biologielaboranten/-in. Während des Studiums werden eine Ausbildung und ein Studium abgeschlossen, man ist somit „doppelt qualifiziert“.

Fernstudium als Finanzierungsangebot und für Quereinsteiger/innen

Studieninteressierte, die sich ein Biotechnologie Studium zutrauen, aber bereits das Alter für Kindergeld und andere Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschöpft haben, bekommen mit einem Fernstudium Biologie die Möglichkeit, neben dem Hauptberuf das Studium der Biotechnologie zu absolvieren. Der Vorteil eines Fernstudiums liegt darin, dass durch die Parallelität von Studium und Hauptberuf der Lebensunterhalt relativ leicht finanziert werden kann.

Aufgrund der gegenüber einem Vollstudium eingeschränkten Möglichkeiten für die Durchführung von Praktika ist eine vorherige Berufsausbildung in einem einschlägigen Beruf vorteilhaft. Zu den weiteren Voraussetzungen zählen eine fachgebundene Hochschulreife oder auch die Fachhochschulreife. Sofern keine Berufsausbildung in einem einschlägigen Beruf absolviert wurde, muss ein achtwöchiges Vorpraktikum geleistet werden, um zum Fernstudium Biotechnologie zugelassen zu werden. Eine abschließende Liste, welche Berufe als einschlägig anerkannt sind, existiert nicht – dies wird von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich gehandhabt.

Die Kosten für ein Bachelor-Fernstudium sind unterschiedlich und richten sich nach der Fernschule, an der das Studium absolviert wird.

Weiterbildungsmöglichkeiten für Biotechnologinnen und Biotechnologen

Die Biotechnologie ist ein Fachgebiet, das sich durch rasante Entwicklungen kennzeichnet. Damit Biotechnologinnen und –technologen auf dem neusten Stand der Forschung bleiben, ist eine stetige Weiterbildung wichtig. Dazu sind Besuche von Weiterbildungskursen und Tagungen notwendig. Diese können in den Bereichen Bio-, Nano- oder Umwelttechnologie, eventuell auch Molekularbiologie oder im Chemieingenieurwesen angestrebt werden.

Das Ansehen des Berufes der Biotechnologinnen und Biotechnologen

Das Ansehen des Berufes hat sich in den vergangenen Jahren stark in die positive Richtung entwickelt. Wo vor einigen Jahren der Beruf noch im Dunkeln tappte, gibt es heute immer mehr Studenten und Studentinnen, die dieser Fachrichtung eine Chance geben wollen.

Das Studienangebot ist ausreichend, um später eine Anstellung in einem begehrten und gut bezahlten Unternehmen zu finden. Biotechnologen und Biotechnologinnen arbeiten in Laboren, die den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen, um dort an Medikamente zu forschen und andere Entwicklungen zu tätigen. Unternehmen, die Biotechnologinnen und -technologen einstellen, bezahlen diese nach Ihren Fähigkeiten und Abschlüssen. Sind diese also ausreichend gut, ist auch die Bezahlung im Regelfall überdurchschnittlich.

Ob ein Biotechnologe oder eine Biotechnogin dagegen durch seinen/ihren Beruf bei anderen Menschen einen positiven Eindruck hinterlässt – über das Gehalt hinaus - hängt stark vom Image der betreffenden Branche oder des jeweiligen Unternehmens ab. „Die Pharmaindustrie“ und „Gentechnik“ sind polarisierende Begriffe und ebenso wie „regenerative Energien“ und „Krebsforschung“ lösen sie bei verschiedenen Gruppen positive oder negative Emotionen aus – unabhängig davon, ob die Annahmen über diese Begriffe und damit über die daran arbeitenden Personen überhaupt zutreffen. Es ist daher möglich, dass sich Biotechnologinnen und –technologen häufig in der Position wiederfinden, Erklärungsarbeit leisten zu müssen.

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